Kalabrien

Als ich das erste Mal Urlaub in Kalabrien machte – das ist jetzt über 30 Jahre her – war diese Region Süditaliens außerhalb von Italien noch kaum bekannt, und wenn, dann nicht als Urlaubsregion. Ich habe Kalabrien noch in einer Zeit erlebt, als sich der Tourismus auf die Monate Juli und August beschränkt hat und es noch keinerlei Urlauber aus dem Ausland gab. Für den Rest des Jahres lag die Gegend praktisch im Schlaf, es gab zwar herrliche Strände, verträumte Ortschaften, aber außerhalb dieser beiden Sommermonate hatte man manchmal Probleme, eine offene Pizzeria zu finden.

Im Laufe dieser letzten 30 Jahre hat sich Kalabrien zu einer sowohl bei Italienern als auch bei Gästen aus dem deutschsprachigen Raum beliebten Urlaubsregion entwickelt, es entstanden jede Menge Ferienunterkünfte und die dazugehörende Infrastruktur. Sie werden sich also fragen: sind die schönen Zeiten dieses Landes damit dahin? Meiner Ansicht nach keineswegs!

 

Gerade nach dem Erwachen des Tourismus hat sich die Region positiv entwickelt: sicher trifft man richtige Einsamkeit nur noch an, wenn man das Sommerhalbjahr meidet – oder sich von der Küste weg ins Landesinnere hin bewegt. Trotzdem ist Kalabrien auch in der Haupturlaubszeit ein angenehmes Reiseland geblieben: Man findet immer noch hauptsächlich Individualtourismus; viele schöne Ferienanlagen und familiäre, eher kleinere Hotels sowie etliche Privatunterkünfte halten den Massentourismus mit all seinen negativen Begleitumständen fern.

 

An „meinem“ Strand - ganz besonders liebe ich Coccorino Mare oder Grotticelle - treffe ich Jahr für Jahr immer wieder die gleichen Bekannten, die es genau wie mich immer wieder in diese reizvolle Gegend zurückzieht: beständiges Wetter von April bis Oktober, viele kleine Buchten, blaues bis türkisgrünes Meer, die nette Trattoria um die Ecke, wo mich der Chef jedes Jahr wieder freudig begrüßt – wenn man nach Kalabrien fährt, fährt man nicht weg – man kommt heim...


Capo Vaticano bietet alles für einen angenehmen Strandurlaub: Die Auswahl an Stränden ist groß: kleine Buchten wie Coccorino, Praia di Fuoco oder Baia di Riaci, lange Strände wie der Strand Tono oder die Strände von Tropea und Nicotera, die meisten gut erschlossen, manche aber nur zu Fuß erreichbar. An vielen Stränden gibt nette Bars und Restaurants, aber auch für diejenigen, die es lieber einsam möchten, gibt es verträumte Buchten ohne jeglichen Kommerz. Da Capo Vaticano eine bergige Halbinsel ist, haben etliche Unterkünfte einen atemberaubenden Blick aufs Meer bis nach Sizilien,  zur Meerenge von Messina und zu den Äolischen Inseln.

Es gibt auch in der Umgegend viel zu sehen, angefangen von begeisternden Landschaften im Hinterland des Capo Vaticano: Aspromonte, Serre, Sila - über sehenswerte alte Orte wie Tropea, Pizzo, Nicotera, Scilla, Serra San Bruno, Gerace – um nur einige zu nennen, bis hin zu den praktisch vor der Haustüre liegenden Liparischen oder Äolischen Inseln mit dem weltbekannten Vulkan Stromboli, der weiteren Vulkaninsel Vulcano, der Hauptinsel Lipari mit ihren beiden Häfen und den schneeweißen Binssteinbrüchen,  der Insel Salina mit Ihrer einzigartigen Vegetation aus Kapernsträuchern,  der griechisch anmutenden schicken Insel Panarea – und für die echten Aussteiger Filicudi und Alicudi – wo man auf Stufe 152 wohnt...

Obwohl diese Inseln eigentlich zu Sizilien gehören, sind sie von Kalabrien aus genauso gut zu erreichen, es werden auch Tagesausflüge mit dem Schiff direkt von Tropea aus angeboten.


Ich hoffe, ich habe Ihr Interesse an Kalabrien und dem Capo Vaticano geweckt – es ist sicher mehr als einen Besuch wert!

Häuser in dieser Region:

Villa Vanessa

Villa Zappani

Casa Maria

Romantisches Ferienhaus im botanischen Garten